Intravenöse Sauerstofftherapie

Über eine sehr dünne Kanüle wird zwischen 10-60ml reiner Sauerstoff bläschenweise in die Vene geperlt. Dabei werden maximal 1-2 ml in der Minute gegeben. Dieser Sauerstoff verändert sofort die Sauerstofftransportkapazität des Blutes und führt zu einer Entspannung von Gefäß- und Bronchialmuskulatur. Die feinsten Gefäße des Körpers werden jetzt besser mit Sauerstoff versorgt. Die Oxyvenierung wurde ca. 1975 von Dr. Regelsberger erfunden. Dr. Regelsberger hat die Bedeutung der Sauerstoffversorgung und die Funktion der feinsten Gefäße des Körpers, der Kapillaren für den Körper und deren Fehlfunktion mit vielen chronischen Krankheitsbildern in Zusammenhang gesehen. Seither wurden die Geräte, die für eine intravenöse Sauerstoffinfusion nötig sind immer mehr verbessert und entwickelt. Heute sind diese hochmodernen Geräte durch Mikroprozessoren gesteuert und sehr sicher geworden. Mittels einer über einen mit einem Bakterien-und Virenfilter versehenen Schlauch wird eine sehr dünne Kanüle (Butterfly) verbunden. Wie bei einer Infusion oder Blutentnahme wird diese in eine Armvene gelegt. Bei dieser Therapie muss man liegen. In einem Zeitraum zwischen 5-30 min (je nach Sauerstoffmenge) perlt nun Bläschen für Bläschen ganz langsam reinster medizinischer Sauerstoff in die Blutbahn. Diese winzigen Bläschen binden sich sofort an die roten Blutkörperchen. Die dadurch erzielten Effekte auf bestimmte andere Blutkörperchen, das Immunsystem, die Gefäßwände, die Abwehr, auf Entzündungen usw. wären sehr kompliziert zu erklären. Nach Abschluss dieser Sauerstoffbehandlung muss man noch ca. 20 Min. ruhen. Es kann sein, dass man beim tiefen Atmen einen Hustenreiz oder einen leichten Druck auf die Brust verspürt. Diese Symptome vergehen sehr schnell und zeigen dem Behandler, dass die Therapie anspricht. Behandelt wird 3-5 x in der Woche bis hin zu 20 Behandlungen hintereinander. Die Gefäße und das Blut werden durch diese Therapie sozusagen trainiert.

Quelle: Taramax